„Porträts und Geheimnisse der römischen Frauen“ vom 11. November 2021 bis zum 8. März 2022

Vom 11. November 2021 bis zum 8. März 2022 wird im Museum der Romanität von Nîmes die Ausstellung „Porträts und Geheimnisse der römischen Frauen“ abgehalten. „Kaiserinnen, ‚Matronae’ und Freigelassene“, ursprünglich im Winter 2020–2021 in den Uffizien von Florenz ausgestellt.

Mächtig, entschlossen, kontrovers, unabhängig, rebellisch und noch viel mehr: Protagonisten dieser Ausstellung sind die römischen Frauen der ersten zwei Jahrhunderte des Kaiserreichs mit ihren Geschichten und Geheimnissen, aber auch ihren Kämpfen für eine bürgerliche, politische und wirtschaftliche Emanzipation.
Wer waren diese Frauen? Welchen Status hatten sie? Wie haben sie ihre öffentliche Rolle neu ausgerichtet? Für mögliche Antworten auf diese Fragen bezieht sich die Ausstellung auf etwa 30 Werke, die Leihgaben von drei Einrichtungen aus Florenz sind: Uffizien, Archäologisches Nationalmuseum und Zentrale Nationalbibliothek.
Mit dem vielfältigen Kulturprogramm „Stellung(en) der Frauen“ kann die Öffentlichkeit die in der Ausstellung angestoßenen Überlegungen bei Konferenzen, Besichtigungen, Debatten und Animationen vertiefen

Die Ausstellung ist in drei Bereiche unterteilt, die dem Weg römischer Frauen verschiedener sozialer Hintergründe folgen.

Zunächst befassen Sie sich mit dem idealisierten Modell der „Matrona“, das die Kaiserinnen und prominenten Frauen des Kaiserhauses als wahres moralisches und stilistisches Modell verkörperten.
Dann sehen Sie sich Frauen mit unkonventionellem Lebenslauf an: Freigelassene oder Frauen der Kaiserfamilie, die verunglimpft wurden, um die Dynastie, die sie repräsentierten, anzugreifen.
Im letzten Bereich geht es um die wichtige Stellung der Kaiserinnen für die Propaganda des Kaiserhauses, durch die sie eine neue öffentliche Rolle einnehmen konnten. So haben sie die Frauen der Oberschicht inspiriert und ihnen den Aufstieg in öffentliche Rollen ermöglicht, was in den Städten des Kaiserreichs zum Beginn einer langsamen, aber reellen Gender-Revolution führte.

Zur Ausstellung „Stellung(en) der Frauen“

Wie kann die Gesellschaft von heute und morgen aus der Rolle der antiken Frauen Erkenntnisse gewinnen?

Das Museum der Romanität agiert im Spannungsfeld einer aktuellen gesellschaftlichen Debatte, um mit authentischem Wissen zum Thema beizutragen. Es positioniert sich als Ort der Begegnung verschiedener Epochen, aber auch als treibende Kraft für Austausch und Vielfalt, da die Sichtweisen diverser Disziplinen wie Archäologie, Philosophie, Anthropologie, Theater, Rap, Soziologie etc. kombiniert betrachtet werden.

Im Rahmen von Konferenzreihen, Führungen und Programmen außerhalb bei kulturellen Partnereinrichtungen in Nîmes kann sich die Öffentlichkeit mit der Stellung der Frauen gestern und heute auseinanderzusetzen und einen neuen Blick auf ihre Rolle in der Antike werfen, um die moderne Gesellschaft zu hinterfragen.

 

 

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